Pilgerwanderung im Klosterdreieck: Begegnungen zwischen Zarrentin und Ratzeburg | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Bei Regen gestartet, mit Sonne, neuen Eindrücken und vielen Begegnungen zurückgekehrt: Die diesjährige Pilgerwanderung im Klosterdreieck verband Menschen am Treffpunkt zwischen Zarrentin und Ratzeburg.

Pilgerwanderung im Klosterdreieck: Begegnungen zwischen Zarrentin und Ratzeburg

Seit einigen Jahren bieten die Städte Ratzeburg, Rehna und Zarrentin gemeinsam mit dem Grenzhus, dem Evangelischen Frauenwerk Lübeck-Lauenburg und dem Lauenburgischen Kunstverein jährlich Pilgerwanderungen im Klosterdreieck Ratzeburg–Rehna–Zarrentin an. Unter dem diesjährigen Motto „Begegnungen“ führten zwei unterschiedliche Startpunkte zu einem gemeinsamen Treffpunkt.

Die Herbstwanderung am 8. Oktober führte von Zarrentin und Ratzeburg nach Seedorf, sodass jede Pilgergruppe rund 15 Kilometer zurücklegte. Dass der kräftige Regen beim Start kein Grund zur Absage war, zeigte einmal mehr, wie sehr die Teilnehmenden diesem besonderen Tag entgegenblickten: Um 10 Uhr machten sie sich auf den Weg.

Die Zarrentiner Gruppe begleitete Silke Meyer vom Evangelischen Frauenwerk in Lübeck. Sie entwickelt die spirituellen und künstlerischen Impulse der Pilgerwanderungen und organisiert diese Angebote seit vielen Jahren. Für die Ratzeburger Gruppe übernahm Dr. Andreas Wagner vom Grenzhus die Begleitung. Auch er gehört zu den langjährigen Organisatoren und brachte mit seinem Wissen über die Geschichte des Grünen Bandes viele interessante Perspektiven in die Wanderung ein.

So wanderten Pilgerinnen und Pilger aus der Umgebung von Zarrentin und Ratzeburg ebenso wie aus Neubrandenburg und Nordrhein-Westfalen durch die Grenzregion am Schaalsee. Die etwa vierstündige Strecke forderte durchaus Kraft – zugleich öffnete sie Raum für Gepräche, gemeinsames Schweigen und die stille Schönheit der Landschaft. Gerade in diesem Wechsel zwischen Bewegung, Austausch und Innehalten lag der besondere Reiz des Tages.

In Seedorf wartete nach der Wanderung zunächst ein gemeinsamer Mittagsimbiss. Anschließend entstand aus in der Natur gesammelten Fundstücken ein kleines LandArt-Projekt: Blätter, Rinden, Beeren und Stöcke wurden zu einem gemeinsamen Werk verbunden. Jede Person brachte dabei ein Stück ihrer eigenen Geschichte ein – und so wuchs aus vielen kleinen Sammelstücken ein sichtbares Zeichen der Gemeinsamkeit.

Zum Abschluss zeigte sich sogar die Sonne. Gestärkt, inspiriert und mit vielen neuen Eindrücken machten sich die Teilnehmenden auf den Heimweg – und nahmen die Begegnungen dieses besonderen Tages mit in ihren Alltag.

Auch für 2027 wird die Kooperation wieder Wanderungen im Klosterdreieck planen. Die Termine werden im Frühjahr bekannt gegeben.